Aussortierte Ausrüstung und deren Alternativen

In den Jahren, die ich dem Wandern gewidmet habe, habe ich meine gesamte Ausrüstung mehrfach überarbeitet, ausgetauscht und aussortiert. Ein großer Teil davon erwies sich als schlichtweg überflüssig, während anderes sich als völlig ungeeignet für den vorgesehenen Zweck herausstellte. Mit jeder Tour habe ich dazugelernt und meine Ausstattung Stück für Stück optimiert – weniger Ballast, mehr Effizienz und Praktikabilität.

Feldflaschen

Die Idee hinter den Feldflaschen war, das Wasser bequem am Gürtel oder am Hüftgurt des Rucksacks griffbereit zu haben. Dafür nutzte ich das Modell US-Feldflasche mit Hülle. Doch schon bei der ersten Tour stellte sich heraus, dass diese Lösung in der Praxis eher unpraktisch war. Beim Auf- oder Absetzen des Rucksacks behinderten die vollen Feldflaschen das Anlegen des Hüftgurts erheblich – und manchmal fielen sie sogar herunter.

Mit einem Volumen von 0,7 Litern waren die Flaschen zudem zu klein, insbesondere an warmen Tagen mit vielen Höhenmetern. Das Wasser war schnell ausgetrunken, doch die leeren Flaschen samt Hülle mussten weiterhin mitgetragen werden. Bei zwei Flaschen waren das immerhin 376 Gramm zusätzliches Gewicht. Zudem war das Trinken aus den Flaschen wenig komfortabel: Man musste anhalten, um nicht die Hälfte zu verschütten, und konnte nicht sehen, ob das Wasser in der Flasche wirklich sauber war.

Als Alternative nutze ich nun eine Trinkblase von Source. Diese fasst 3 Liter, wird bequem im Rucksack getragen und ermöglicht das Trinken während des Gehens über den Trinkschlauch. Mit 200 Gramm ist die Trinkblase sogar leichter als eine einzige Feldflasche, die inklusive Hülle 188 Gramm wiegt.

Vorteile der Trinkblase: Das Wasser schmeckt nicht nach Kunststoff, das Befüllen und Reinigen ist unkompliziert, und das Material ist antibakteriell beschichtet. Für längere Touren ist die Trinkblase eine deutlich praktischere und effizientere Lösung.

Source Wasserbehälter Widepac Trinkblase, transparent/Blau, 3 Liter
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Zuletzt aktualisiert am 17. Januar 2025 um 4:06 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr. Affiliat-Link (=Werbung): Als Amazon-Partner verdient der Seitenbetreiber an qualifizierten Käufen.

Tipp: Für Ultralight-Touren eignen sich auch einfache PET-Flaschen als Alternative zu herkömmlichen Trinkflaschen. Besonders in den USA greifen viele Wanderer auf PET-Flaschen zurück, da sie überall erhältlich sind und problemlos entsorgt werden können – etwa in jedem Mülleimer entlang der Route.

In Deutschland gestaltet sich das etwas komplizierter, vor allem wegen des Pfandsystems. Hier kann es vorkommen, dass das Etikett, das für die Rückgabe erforderlich ist, sich durch Nässe oder Reibung schnell ablöst. Trotzdem bleibt die PET-Flasche eine leichte und kostengünstige Option, wenn man Gewicht sparen möchte.


Becher / Trinkbecher

Nicht aussortiert, aber verbessert habe ich meine Trinkbecher-Situation. Ursprünglich nutzte ich einen einfachen Alubecher aus dem Campingladen. Nach meiner ersten Tour entschied ich mich jedoch für einen Tatonka-Alubecher – eine deutliche Aufwertung.

Der Alubecher von Tatonka hat sich in der Praxis bewährt und ist durchaus empfehlenswert. Er punktet mit einem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis und einem Fassungsvermögen von 500 ml, das für viele Anwendungen ideal ist. Besonders praktisch: In Kombination mit einer Nalgene-Flasche lässt sich der Becher platzsparend verstauen, da die Flasche perfekt hineinpasst. Diese durchdachte Lösung hat sich für mich auf Touren als äußerst nützlich erwiesen.

Tatonka Becher Handle Mug 600 ml - Tasse aus rostfreiem Edelstahl - Mit Klappgriffen und Volumenskalierung - kompatibel mit Nalgene Weithals 1L
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Was ich allerdings festgestellt habe: Ein halber Liter Inhalt für einen Becher ist schlichtweg zu viel. Auf einer Wandertour trinkt man während einer Pause selten so viel auf einmal, und selbst wenn doch, birgt das Risiko von Übelkeit.

Letztlich war es aber das Gewicht von 150 Gramm, das mich dazu brachte, mich nach einer Alternative umzusehen. Meine Wahl fiel schließlich auf einen Titanbecher. Zwar sind Titanbecher preislich höher angesiedelt als Alumodelle, aber sie bieten erhebliche Vorteile, insbesondere durch ihr geringeres Gewicht.

Da mir 500 ml ohnehin zu viel waren, entschied ich mich für ein kleineres Modell mit einem Fassungsvermögen von 370 ml. Der leichte Becher – mit gut 60 Gramm fast dreimal leichter – erfüllt seinen Zweck hervorragend und hat sich als ideale Lösung für meine Bedürfnisse herausgestellt.

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Bundeswehr-Gamsche

Schon zu Beginn meiner Wandertouren hatte ich Gamaschen im Gepäck – einfache Modelle, wie man sie in jedem BW-Shop bekommt. Der Gedanke dahinter war, meine Beine und Unterschenkel vor Nässe zu schützen, etwa vor feuchtem Gras.

Auf meiner ersten Tour kamen die Gamaschen tatsächlich einmal zum Einsatz. Sie erfüllten ihren Zweck: Wasser vom hohen Gras blieb außen vor. Allerdings wurde die Hose darunter durch die eigene Körperwärme und das Schwitzen dennoch feucht. Das machte ihren Nutzen fragwürdig.

Bei den folgenden vier Touren trug ich die Gamaschen kein einziges Mal, obwohl sie jedes Mal im Rucksack waren. Schließlich ließ ich sie ganz zu Hause.

Mein heutiges Setup für Regentage ist einfacher und effektiver: eine kurze Hose oder eine Zipp-Off-Hose. Wenn die Beine ohnehin nass werden, spare ich mir lieber den Aufwand, und die Hosenbeine bleiben trocken. So bin ich nicht nur leichter unterwegs, sondern auch unkomplizierter ausgestattet.


mp3-Player

Ein MP3-Player ist sicherlich nicht das Erste, woran man bei einer Wandertour denkt. Dennoch habe ich mir 2017 genau so ein Gerät angeschafft – damals schon eine Herausforderung, eines zu finden, das mit austauschbaren Batterien betrieben wird. Der Gedanke, durch die Natur zu wandern und dabei meine Lieblingsmusik zu hören, schien mir verlockend.

Tatsächlich begleitete mich der MP3-Player auf mehreren Touren. Während ich auf der ersten Reise noch begeistert Musik und Hörbücher hörte, dämmerte mir auf der zweiten Tour, wie unsinnig das eigentlich war. Man stelle sich vor: Da sucht jemand die Natur, die Ruhe, den Klang des Windes in den Bäumen und den Gesang der Vögel – und was tut er? Stöpselt sich die Ohren zu und spielt Musik ab.

Bald reduzierte ich den Gebrauch auf die Abende, um beim Einschlafen Musik zu hören. Doch auch das erwies sich als unpraktisch. Mit Ohrstöpseln fühlte ich mich unsicher, weil ich keine Geräusche aus der Umgebung wahrnehmen konnte. Dabei kann es beruhigend sein zu wissen: „Ach, da hinten raschelt nur ein Tier im Gebüsch.“ Stattdessen fühlte ich mich regelrecht abgeschnitten von der Umwelt.

Schließlich flog der MP3-Player aus meiner Ausrüstung – und ich habe ihn seitdem nicht vermisst.


Faltschüssel

Eine Faltschüssel kann beim Camping durchaus praktisch sein: Sie ermöglicht das Abwaschen von Geschirr, die eigene Körperpflege und den Transport von Wasser. Doch auch ohne eine solche Schüssel lassen sich diese Aufgaben bewältigen – mit etwas Flexibilität.

Tatsächlich ist es beim Camping oft so, dass man sich nicht jeden Morgen und Abend waschen kann. Eine Reinigung ist meist nur möglich, wenn man Zugang zu einer Wasserquelle wie einem Brunnen, Bach oder einer natürlichen Quelle hat – und diese befinden sich nicht immer in unmittelbarer Nähe des Nachtlagers.

Der Wassertransport in einer Schüssel erweist sich ebenfalls als wenig sinnvoll. Über größere Entfernungen, etwa mehr als 20 Meter, geht dabei zu viel Wasser verloren, und ihre Nutzung ist nur direkt am Lagerplatz wirklich effektiv. Daher kann man in vielen Fällen getrost auf eine Faltschüssel verzichten.


Licht / Taschenlampe / Stirnlampe

Ja, genau, die Taschenlampe – die nehme ich mittlerweile gar nicht mehr mit. Beim Wandern richtet sich der Tagesablauf ohnehin stark nach dem natürlichen Licht. Ist es hell, ist man in der Regel unterwegs, und bei Dunkelheit sollte man idealerweise bereits im Nachtlager sein. Falls es doch einmal nötig wird, nachts zu laufen, ist eine Stirnlampe die deutlich bessere Wahl. Sie lässt die Hände frei für Wanderstöcke oder um sich abzustützen, falls man stolpert.

Selbst für den nächtlichen Gang im Lager – sei es, um kurz auszutreten oder etwas zu suchen – reicht eine Stirnlampe völlig aus. Im Notfall kann man auch die Taschenlampenfunktion des Smartphones nutzen, was zusätzliche Ausrüstung überflüssig macht.

Empfehlung für Stirnlampen:

Für Wanderer kann ich besonders die Nitecore NU25 Stirnlampe empfehlen. Sie bietet neben einer dreistufigen weißen LED auch eine rote LED. Das rote Licht ist ideal für die Nacht: Es blendet nicht, stört die Nachtruhe anderer nicht und ist auch unauffälliger, falls beispielsweise ein Ranger in der Nähe ist.

Mit einem Gewicht von nur 54 Gramm ist die Nitecore NU25 angenehm leicht. Im mittleren Lichtmodus hält der Akku bis zu 5 Stunden – das hat bei meinen Mehrtagestouren immer ausgereicht, da die Lampe meist nur kurz für einfache Aufgaben genutzt wird, wie das Suchen eines Gegenstands oder den Weg zum nächsten Baum.

Für den „normalen“ Wanderer eine exzellente, leichtgewichtige und funktionale Wahl.

Nitecore Stirnlampe NU25UL, leicht, USB-C-aufladbare LED Kopflampe, 400 Lumen, 130 m Leuchtweite, Rotlicht für Nachtsicht
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Für alle, die es noch leichter mögen, ist die Petzl Bindi Stirnlampe eine hervorragende Alternative. Ihre Leuchtkraft entspricht ungefähr dem mittleren Modus der Nitecore NU25, und obwohl die Leuchtdauer im mittleren Modus mit 3 Stunden kürzer ausfällt, punktet sie im kleinsten Modus („Max Autonomy“) mit beeindruckenden 50 Stunden Laufzeit. Dieser Modus bietet noch ausreichend Helligkeit, um bis zu 6 Meter weit zu leuchten – ideal für einfache Aufgaben im Nachtlager.

Mit nur 35 Gramm ist die Petzl Bindi sogar noch leichter als die Nitecore und ebenfalls mit einer Rotlichtfunktion ausgestattet, was sie zur ultraleichten Wahl macht.

Gemeinsamkeiten der beiden Lampen:

  • USB-Aufladung: Beide Modelle lassen sich ausschließlich über USB laden. Das stellt jedoch in der Regel kein Problem dar, da die meisten Wanderer ohnehin eine Powerbank im Gepäck haben.
  • Rotlichtmodus: Beide Lampen bieten eine Rotlichtfunktion, was sie ideal für nächtliche Aktivitäten macht, ohne andere zu stören oder sich selbst zu blenden.

Ob nun die Nitecore NU25 oder die Petzl Bindi – beide Stirnlampen sind großartige Optionen, die je nach individuellen Anforderungen an Gewicht und Leuchtdauer gewählt werden können.

PETZL - Stirnlampe BINDI - Unisex, Schwarz, Einheitsgröße
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Diese Auflistung wird regelmäßig erweitert, daher lohnt es sich, immer mal wieder vorbeizuschauen, um neue Empfehlungen und Erfahrungen zu entdecken. So bleibt die Ausrüstung immer optimal auf dem neuesten Stand und bietet die besten Optionen für jedes Abenteuer.

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