RheinBurgenWeg Etappe 11

Der RheinBurgenWeg in der Süd-Nord-Variante führt von Bacharach hinauf zum imposanten Postenturm, der schon aus der Ferne sichtbar ist. Doch der eigentliche Kraftakt beginnt erst danach: Ein anspruchsvoller Aufstieg über unzählige Treppenstufen in verschiedensten Höhen fordert Kondition und Ausdauer. Gerade wenn man glaubt, das Schlimmste geschafft zu haben, wartet bereits die nächste Stufe.

Oben angekommen wird die Mühe reichlich belohnt: Der Heinrich-Heine-Blick eröffnet eine atemberaubende Aussicht über Bacharach und den Rhein. Zugleich erfüllt einen das Gefühl von Stolz und Zufriedenheit – diese Herausforderung gemeistert zu haben, ist ein wahrer Erfolgsmoment!

RheinBurgenWeg bei Bacharach
Aufstieg bei Bacharach. Rechts der spitze Turm.



Der Weg führt weiter Richtung Norden, idyllisch zwischen Feldern entlang. Sollte das Gras zu hoch sein, bietet sich ein parallel verlaufender Feldweg als alternative Route an. Nach einem weiten Bogen zieht sich der Pfad entlang der Abbruchkante des Plateaus. Dieser Abschnitt kann sich in die Länge ziehen, da es zwischen den Aussichtspunkten nur wenig Abwechslung gibt.

Am Aussichtspunkt Blücherblick angekommen, wird man jedoch mit einem spektakulären Ausblick auf die Burg Pfalzgrafenstein belohnt. Von hier aus führt der Weg weiter durch teils kniehohes Gras, das man mit einem kleinen Umweg über einen angenehmeren Pfad umgehen kann. Am Aussichtspunkt Pfalzgrafenstein bietet sich nochmals die Gelegenheit, die beeindruckende Burg aus der Ferne zu bewundern.

Der Weg entlang der Abbruchkante führt schließlich zur Grillhütte Sauzahn, die mit ihrem überdachten Bereich nicht nur einen guten Wetterschutz bietet, sondern auch einen letzten Ausblick auf die Burg Pfalzgrafenstein ermöglicht.

Ein Hinweis für diesen Abschnitt: Die Wasserversorgung ist hier äußerst knapp, denn es gibt keine natürlichen oder bewirtschafteten Quellen entlang des Weges. Daher bleibt einem nichts anderes übrig, als ausreichend Wasser mitzuführen, mögliche Umwege in Kauf zu nehmen oder mit einem Wasserfilter auf Bäche zurückzugreifen. Der nächste zugängliche Wasserlauf ist der Elligbach, der erstmals die Möglichkeit zur Auffüllung bietet.

RheinBurgenWeg Blickl auf den Mittelrhein. Burg Pfalzgrafenstein und Burg Gutenfels. Am Rhein liegt der Ort Kaub.
Immer wieder eröffnet sich der Blick auf den Rhein. Immer sieht man mindestens eine Burg. Hier die Burg Pfalzgrafenstein mitten im Rhein. Dahinter thront Burg Gutenfels oberhalb des Ortes Kaub.

Der Rastplatz Pfalzblick bietet eine malerische Aussicht, doch durch die Nähe zum Wanderparkplatz ist die Hütte oft stark besucht. Nach einer kurzen Rast folgt ein Abstieg entlang einer Landstraße – leider ohne Fußweg. Anschließend geht es auf der gegenüberliegenden Seite wieder hinauf. Besonders herausfordernd ist hierbei die Motivationskurve: Der Weg auf der anderen Seite scheint zum Greifen nah, doch ein großer Umweg macht es erforderlich, erst gut eine Stunde später dort anzukommen.

Am Aussichtspunkt Rheinblick Oberwesel führt der RheinBurgenWeg entlang einer Landstraße talwärts. Meine Empfehlung: Statt dieser Route folgt man der Straße ein kleines Stück bergauf. Nach etwa 200 Metern zweigt die Zufahrt zur Jugendherberge ab. Dieser Weg führt direkt zur Schönburg und spart einem einige unnötige Höhenmeter, während man die schöne Aussicht auf die Burg genießen kann.

Die Schönburg Oberwesel
Die Schönburg Oberwesel

Der abschließende Abstieg über die malerische Elfenley bildet einen krönenden Abschluss dieser Etappe. Der Weg schlängelt sich durch eine wunderschöne Landschaft und bietet noch einmal beeindruckende Ausblicke, bevor man schließlich in das charmante Städtchen Oberwesel gelangt.


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